Neuer Einsatzleitwagen beim ASB Peine

Der neue Einsatzleitwagen wurde offiziell vorgestellt. Vertreter aus Stadt, Landkreis, Politik und Presse folgten der Einladung des Arbeiter-Samariter-Bund Peine.

Auf der Autobahn 2 gibt es einen Massenunfall, in einem Altenpflegeheim brennt es, verletzte Menschen müssen betreut und versorgt werden. Das sind Szenarien von Ernstfällen, in denen der Katastrophenschutz bereitsteht – auch in Peine. Hier sind in erster Linie das Deutsche Rote Kreuz (DRK), der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und die Feuerwehr gefragt, wenn die normalen Einsatzkräfte nicht mehr genügen.

Zumindest der ASB kann für solche Hilfseinsätze in Zukunft auf einen modernisierten Teil seiner Flotte setzen. Am Dienstag übergab Romec Manns, Kreisverbandsvorsitzender des ASB, ein nagelneues Einsatzleitfahrzeug an die ehrenamtlichen Sanitätshelfer der Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG). Die Anschaffung sei dringend erforderlich gewesen, betonte Manns. „Das Vorgängermodell mit Baujahr 1981 glich eher einem alten Wohnmobil und war nur mit analoger Technik ausgestattet."

Der neue Leitwagen dagegen verfüge über Digitalfunk, eine inzwischen gängige Kommunikationsmethode aller Hilfskräfte im Peiner Land. Nur bei unterstützenden Einsätzen in der Region Hannover komme noch die alte, analoge Technik zum Tragen.

Ausgestattet ist das 3,8 Tonnen schwere Gefährt neben moderner Technik mit einer Notstromversorgung, Klimaanlage, mit Kennzeichnungsmaterial, Werkzeug und Beleuchtungstechnik.

Seine Feuertaufe hat der drei Monate alte Einsatzleitwagen bereits hinter sich. „Wir waren zum Beispiel als Schnittstelle für die Sanitätsdienste bei den Karnevalsumzügen in Köln und Braunschweig im Einsatz", erzählte Sascha Spötter, SEG-Leiter im ASB-Kreisverband. Zum Fuhrpark der ehrenamtlichen Helfer der Peiner gehören neben dem Leitwagen drei Rettungswagen, ein Krankentransportwagen für bis zu vier Patienten, zwei Mannschaftstransportwagen sowie ein Gerätewagen Sanitätsdienst.

Die wichtigste Ressource im Katastrophenschutz sind aber Menschen – und da sind die Organisationen auf Freiwillige angewiesen, betonte die zur Übergabefeier eingeladene Bundestagsabgeordnete Ingrid Pahlmann. „Ist die Technik veraltet, verlieren Ehrenamtliche schnell die Lust an ihrem Dienst", sagte die CDU-Frau. Ehrenamtlicher Sanitätsdienst sei „kein Job, den man mal abends, sondern einer, den man durchgängig und auch am Wochenende macht."

Text: Jörg Kleinert | Link zum Zeitungsartikel der Peiner Nachrichten